Easy goes vegan…

Natürlich ist es zu Beginn eine Umstellung. Man sitzt bei der Arbeit und hat Hunger und einem wird bewusst, dass man nicht einfach mal schnell ein belegtes Brötchen holen kann oder Salat mit komischem fertig Dressing. Da ist es gut, dass ich mir schon vorher angewöhnt habe so oft wie möglich etwas von zu Hause mit zu bringen.

Und wenn man sich mal in Ruhe überlegt, was man so to go holen kann dann fallen einem doch auch ein paar Dinge ein:

  • Salat mit veganem Dressing (Mein Liebling: gemischter Salat vom Türken mit Fladenbrot)

  • Gemüsesuppen (voraus gesetzt sie enthalten keine Milchprodukte, z.B. von San’s in Stuttgart)

  • Nudeln mit Tomatensauce oder anderer veganer Sauce

  • Asiatische vegetarische oder Tofu Gerichte (Milchprodukte werden in der asiatischen Küche eigentlich nicht verwendet)

  • Pommes

  • Pizza ohne Käse

  • Falaffel

  • Hummus mit Brot, Gemüse

  • Couscous-Salat

  • Döner oder Yufka mit Gemüse, Salat und/oder Falaffel gefüllt

  • oder natürlich direkt zu einem vegetarischen/veganen Imbiss (von welchen es ja zum Glück immer mehr gibt, z.b. Vegi Voodo King in Stuttgart)

Es ist natürlich schwieriger für Veganer sich mal eben schnell was zu holen unterwegs - aber es ist durch aus möglich und daran sollte das “Veganizing” nicht scheitern :-)

SKINNY BITCHES…

Den Rest gab mir das Buch “Skinny Bitch: Die Wahrheit über schlechtes Essen, fette Frauen und gutes Aussehen - Schlanksein ohne Hungern!”. Hinter diesem reißerischen Titel verbirgt sich ein Buch, welches eiskalt mit der amerikanischen (und auch europäischen) Lebensmittelindustrie abrechnet. Wenn nur die Hälfte des Inhalts dieses Buches war ist, dann ist das allen Grund sich zukünftig vegan zu ernähren. Mir war klar, dass Massentierhaltung nicht vertretbar ist und das die Tiere Grausames erleiden müssen, zu hunderten eingepfercht, verrückt vor Angst und krank durch ihre Lebensum- eher LebensZUstände. Doch was mir nie in den Sinn gekommen wäre ist, dass es Menschen gibt, die diese Tiere zusätzlich noch misshandeln, nein, eher foltern ist das richtige Wort. Das Leid, welches diese Tiere erfahren ist nicht in Worte zu fassen und lässt mich mehr und mehr glauben, dass bei der Entwicklung des Menschen etwas schief gegangen ist. Der Mensch hat es nicht verdient intelligent genug zu sein um Undinge wie Massentierhaltung, Pestizide, Geschmacksverstärker oder Süßstoff zu entwickeln.

Heulend, das Buch in der Hand, beschloss ich von jetzt an nicht mehr Teil dieser grausamen, gnadenlosen Maschinerie zu sein.

Es war einmal… vor nicht allzu langer Zeit…

Zunächst einmal wie alles anfing… Meine kleine Schwester ist schon einiger Zeit Vegetarierin. Das hat sie damals klammheimlich gemacht, als ich ein halbes Jahr in New York gewohnt habe. Zunächst einmal muss ich ehrlich sagen, dass ich ziemlich geschockt war. Weil lass uns eins klar stellen: meine Schwester und ich LIEBEN Steak und zwar medium bis medium-rare.

Und dann sagt sie mir, dass sie bei ihrem Besuch über Weihnachten kein Fleisch essen wird… im Land der Burger, Steaks, Hot Dogs und Co.??? New York City bietet allerdings super viele, spannende, leckere vegetarische Ausweichsmöglichkeiten. Das ganze war also gar kein Problem für sie.

Und auch ich habe mich mit der Situation abgefunden. Da kam mir zum ersten Mal der Gedanke, dass meistens das Umfeld - und nicht der Vegetariere oder Veganer selbst - mit dem Verzicht auf tierische Produkte nicht klar kommt.

Mir wurde auch klar, dass ich, sobald ich mich mit Themen wie Massentierhaltung, Zusatzstoffen, Pestiziden oder Antibiothika in Fleisch und Milchprodukten beschäftigen würde, meinen Lebensstil so nicht mehr vertretbar fände.

Nicht das ich jemals Unmengen von Fleisch, hochverarbeitete Produkte oder Junk-Food gegessen habe, dennoch reicht es, dass sich mir beim Gedanken daran der Magen umdreht.

Da ich laktoseintolerant bin, habe ich dann vor ein paar Wochen angefangen Alternativen zu Kuhmilch zu finden, da ich selbst die laktosefreien Produkte nicht mehr so gut vertragen habe.

Ich fasste den Entschluss auf Kuhmilch ganz zu verzichten. Der erste Schritt in Richtung vegane Lebensweise.